Eine aktuelle Studie des Vienna Airway Labs (Teil des Rhinologie-Teams der HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien (MedUni Vienna) unter Leitung des Rhinologen Sven Schneider und der Immunologin Julia Eckl-Dorna) untersucht die langfristige Wirkung von Dupilumab bei chronischer Rhinosinusitis mit Nasenpolypen (CRSwNP).
Gute Wirkung unabhängig von einer früheren Operation
Dabei wurden 224 Patient über bis zu 4,5 Jahre beobachtet. Ein zentrales Ergebnis der Studie von Karina Berbalk ist, dass sich die Beschwerden, die Nasenpolypen und der Geruchssinn unter Dupilumab deutlich verbesserten– unabhängig davon, ob zuvor eine Nasennebenhöhlenoperation durchgeführt worden war oder nicht. Auch die Anzahl früherer Operationen und das Vorliegen einer N-ERD (NSAID-exacerbated respiratory disease) führten zu keinen wesentlichen Unterschieden im Behandlungsergebnis. Damit liefert die Studie wichtige Erkenntnisse aus der klinischen Praxis für die moderne Rhinologie und Behandlung von Nasenpolypen.
Die Arbeit wurde von einem interdisziplinären Team der HNO-Klinik der Medizinischen Universität Wien durchgeführt. Sie unterstreicht die Bedeutung langfristiger Real-World-Daten für die Weiterentwicklung der Behandlung von Patienten mit chronischer Rhinosinusitis und Nasenpolypen.
Für die Praxis bedeutet das: Eine vorangegangene Nasennebenhöhlenoperation beeinflusst nicht eine erfolgreiche Biologika-Therapie mit Dupilumab.
→ Zur Publikation: https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/42596754/ (Berbalk K, Campion NJ, Bartosik TJ et al. Does Prior Sinus Surgery Influence Dupilumab Treatment Response in CRSwNP? Clinical and Experimental Otorhinolaryngology, 2026. DOI: 10.21053/ceo.2026-00209)